
Haushaltsrede 2011-12-15
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Mitarbeiter der Verwaltung,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen Gemeinderäte,
werte Zuhörerinnen und Zuhörer,
Seit März 2011 gibt es in Baden-Württemberg eine völlig neue
Situation. Ich brauche nicht extra zu betonen, dass wir mit großen
Hoffnungen in die Zukunft blicken.
Im Landeshaushalt 2012 werden insgesamt 341 Mio. Euro für
Kleinkindbetreuung, Schulsozialarbeit und Sprachförderung auf die
Kommunen umgeschichtet, das ist nicht wenig. Eine Summe dieses
Ausmaßes wurde in der Landesgeschichte noch nie zuvor vom Land an
die Kommunen verteilt. Auch Kenzingen gehört zu den Nutznießern, wir
erhalten im nächsten Jahr
162.000,-
Euro mehr Zuschüsse als bisher für
die Kleinkindbetreuung.
Auch wenn uns die Folgen des sehr positiven Jahres 2010 einholen,
brauchen wir 2012 dennoch nicht zu verzagen. 2011 haben wir unsere
Schulden gesenkt, das ist nachhaltige Politik. Dass die einzelnen
Fraktionen im Gemeinderat unsere finanzielle Lage unterschiedlich
bewerten und unterschiedliche Schlussfolgerungen ziehen, ist nicht
verwunderlich.
Ich möchte unsere Finanzsituation als „arm aber sexy“
beschreiben. Wie anders könnte man sonst
die gute Nachfrage nach Bauplätzen in der Kernstadt erklären? Die
SPD will die Attraktivität Kenzingens erhalten, nein, unsere Stadt
steht im Wettbewerb mit anderen Kommunen und wir möchten sie noch
steigern. Was gehört aus unserer Sicht dazu? An erster Stelle ein
gutes Angebot im Bildungs- und Betreuungsbereich. Kenzingen hat, im
weiten Umkreis als einzige Gemeinde, die exzellente Ausgangslage,
dass Grundschule, Werkrealschule und Gymnasium in enger räumlicher
Nachbarschaft liegen. Lassen Sie uns den Mut aufbringen, das
Vorhandene fortzuentwickeln. Die SPD hat große Sympathien für die
Schulcampus-Idee. Welche Chancen, welche Möglichkeiten
bieten sich uns damit, wir müssen nur
beherzt zugreifen. Die Bildungspolitik der neuen Landesregierung
ebnet die Wege in eine zukunftsfähige Schullandschaft, zum Wohle
unserer Kinder und zum Wohle unserer Stadt. Für Sozialdemokraten war
und ist es eine Frage der Gerechtigkeit und nicht eine Frage des
Geldbeutels wie wir mit unseren Kindern umgehen. Überflüssig zu
betonen, dass zu einer qualitätvollen Versorgung auch die
Betreuungseinrichtungen im Vorschulalter gehören. Deshalb sehen wir
die Einrichtung der U3-Betreuung in Bombach und den Ausbau des
Betreuungsangebots an der Grundschule als folgerichtigen Schritt an.
Die Fortsetzung der Schulsozialarbeit an der Werkrealschule und am
Gymnasium wurde erfreulicherweise von keiner Fraktion in Frage
gestellt. Hier kommt uns zugute, dass die langjährige Forderung der
Kommunen auf eine Drittelbeteiligung des Landes von der grün-roten
Regierung umgesetzt wurde.
Eine weitere große Herausforderung, der wir uns stellen müssen, ist
die Energiewende.
Da wir in Eingaben an die Verwaltung 2008 und 2009 vergeblich
vorgeschlagen haben, die Stadt solle mit einer externen
Energieagentur zusammenarbeiten, waren wir über den Vorstoß des
Bürgermeisters in der VFA-Sitzung im Oktober dieses Jahres hoch
erfreut. Bedauerlicherweise
konnte ein Beschluss für solch einen Beratervertrag in diesem Jahr
leider nicht herbeigeführt werden – aufgeschoben ist nicht
aufgehoben. Die Förderung von
Energiesparhäusern zu ändern, sie den Marktbedingungen anzupassen,
betrachten wir als richtigen Schritt im Sinne einer guten und
weitsichtigen Energie- und Kommunalpolitik.
An dieser Stelle noch ein Wort, besser gesagt,
ein Wink an unsere Nachbarkommunen Rheinhausen und Weisweil, zu der kürzlich geführten Windkraftdebatte im
Gemeindeverwaltungsverband. Es ist beängstigend und völlig
inakzeptabel, wenn sich Bürgermeister um Kostenanteile streiten, wo
zwischen-zeitlich jedermann weiß, dass Klimaschutz nicht an der
Gemarkungsgrenze endet und uns die Zeit langsam davonläuft, die noch
bleibt, um den Klimawandel zu begrenzen.
Lassen Sie mich im letzten Teil meiner Rede noch drei Punkte
ansprechen, die der SPD Fraktion wichtig sind.
Erstens: Wir sehen es nach wie vor als Vorteil an, wenn die Stadt
die Wasserkraftanlage in Eigenregie betreibt. Bei der
Finanzierung könnte sie neue Wege gehen, Stichwort: Bürgerkredite
oder KfW-Fördermittel.
Zweitens: Wir begrüßen die Maßnahmen der Stadt, die eine
Attraktivitätssteigerung bewirken sollen, sowohl im kommunalen
Bereich, Stichwort: Zukunftswerkstatt, als auch auf der Ebene des
Gemeindeverwaltungsverbands, Stichwort: Einzelhandelsgutachten. In
dem Zusammenhang weisen wir auch auf die Arbeit der verschiedenen
Arbeitskreise in der Lokalen Agenda hin und begrüßen sie
ausdrücklich. Drittens: Auch Kenzingen bleibt nicht vom
demografischen Wandel verschont, wir betrachten deshalb die Arbeit
im Seniorenbereich als gut und sinnvoll aber auch als notwendig. Aus
diesem Grunde halten wir weitergehende Entwicklungen, zum Beispiel
die Schaffung eines Seniorenrats,
für wünschenswert und für
unterstützenswert.
Unser Leitbild einer zukunftsfähigen Kommune ist geprägt durch den
Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern. Bürgerbeteiligung ist nicht
Ersatz oder Alternative zu Entscheidungen demokratisch gewählter
Organe, sondern Erweiterung und Stärkung repräsentativer Demokratie.
Aus Beteiligten werden Engagierte, Engagement erfordert
Beteiligungsmöglichkeiten. Jährlich einmal stattfindende Foren sind
uns zu wenig, das heißt nicht, dass wir den Schwerpunkt des
diesjährigen Jugendforums –Vereinsarbeit- nicht ausdrücklich
begrüßen. Die moderne Kommune ist auf die Mitarbeit ihrer
Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Darum schlagen wir vor, dass
Verwaltung und Gemeinderat in den kommenden Monaten diesen Bereich
besonders in den Fokus nehmen. Die SPD möchte zum Wohle unserer
Stadt das bürgerschaftliche Engagement stärken und
unterstützen. Dabei ist klar, dass Dialogbereitschaft und
Transparenz allein nicht ausreichen, es wird auch Geld dafür nötig
sein.
Zum Abschluss meiner Haushaltsrede sage ich, wie jedes Jahr, all
denen Danke, die uns bei der Arbeit im vergangenen Jahr unterstützt
haben.
Der Verwaltung und Ihnen Herr Bürgermeister Guderjan ein
herzliches Dankeschön für die Vorbereitungen der Beschlussvorlagen
und die Erstellung des Haushaltsplanes. Uns allen wünsche ich eine
besinnliche Weihnachtszeit und ein erfolgreiches gemeinsames Wirken
im kommenden Jahr 2012.
Die SPD Fraktion stimmt dem nun vorliegenden Haushaltsplan zu.
Für die SPD Fraktion
Joachim Pies
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Unsere
Stellungnahme zu den Plänen der Stadt Kenzingen die
Wasserkraftanlage zu verkaufen.
Seit alters her
nutzt Kenzingen die Wasserkraft der Elz. 1920 wurde die Stadtmühle
umgebaut und wurde von da an als städtisches Elektrizitätswerk
betrieben. 1921 und 1938 wurden Turbinen eingebaut, die heute noch
in Betrieb sind. Unter Bürgermeister Claus Kopinski entwickelte die
Verwaltung ein Konzept, bei dem die Erschwernisse (Lärm- und
Körperschallbelastung hervorgerufen durch die WKA) berücksichtigt
wurden. Es entstand für den gesamten Bereich um die Mühleninsel die
Vision eines „Kulturzentrums“.
Auf Wunsch
zahlreicher Kenzinger Bürger legte man den Grundstock für ein
kleines Heimatmuseum und in unmittelbarer Nachbarschaft sorgte ein
neu angesiedelter Gastronomiebetrieb für die Belebung des Bereichs.
Die ausgedehnte Grünfläche (Mühleinsel), damals noch mit Bäumen
bepflanzt, war frei zugänglich, Wasserwanderer nutzten sie als
Rastplatz. 1990 wurde die Kleinwasserkraftanlage verpachtet. Durch
den Bürgermeisterwechsel geriet das Projekt ins Stocken und wurde
über die Jahre vergessen. Lediglich die WKA arbeitete zum Nutzen
ihres Pächters. Für den war die Einführung des EEG im Jahre 2000
unter der rot-grünen Bundesregierung ein wahrer Segen. Kein Wunder,
dass sich bei ihm der Wunsch regte die WKA zu erwerben. Im August
2010 ließ die Stadt in ihrem Amtsblatt verbreiten: Die WKA soll
verkauft werden. Nun ist das nicht das erste Mal, dass kommunales
Eigentum in private Hände wechselt. Über Jahre verbreiteten
Wissenschaftler, Medien und auch Politiker gebetsmühlenartig: Der
Staat soll sich auf seine Kernaufgaben beschränken. Die Mahnungen
und Warnungen einiger Skeptiker wurden vom Tisch gefegt. Welche
Folgen hatte diese Privatisierungsorgie für die Gesellschaft? In der
Regel stiegen die Preise, dafür sank die Qualität und für die
Beschäftigten verschlechterten sich die Arbeitsbedingungen. Das
Entscheidende war aber, dass in vielen Fällen die öffentliche Hand
sich ihrer Einflussnahme beraubte. Die Aussicht durch
Privatisierungen den verschuldeten Gemeindehaushalt zu sanieren,
lockte viele Gemeinderäte, nur - weg ist weg.
Es gibt
zahlreiche Beispiele, wo Städte und Gemeinden versucht haben unter
großen Schwierigkeiten und hohen Kosten das verscherbelte
Tafelsilber wieder zurück zu bekommen.
Die Mitglieder
des SPD-Ortsvereins Kenzingen lehnen die Privatisierung kommunalen
Eigentums, insbesondere die Privatisierung von
Energieerzeugungsanlagen strikt ab. Man sucht nach anderen
Möglichkeiten, die Wasserrechte der Stadt und den Bürgern zum Wohle
der nach uns kommenden Generationen zu erhalten.
Das
verstehen wir unter nachhaltiger Politik.
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Zu unserer Wahlkampfseite
hier
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PKW-fähige Unterführung am Bahnhof Kenzingen

(größeres Bild)
Vorgeschichte
Im Jahre
2003 gibt die Stadt ein Gutachten in Auftrag (Krebs und Kiefer), das
Aufschluss über die Notwendigkeit einer aufgeweiteten Unterführung geben
soll.
Dort ist
unter Punkt 3.4 Gesamtauswirkung zu lesen: 2414 PKW pro Tag werden die
PKW-fähige Unterführung am Bahnhof Kenzingen nutzen.
Am 18.
Dezember 2003 fasst der Gemeinderat mehrheitlich (3 SPD-Stimmen dafür, 1
SPD-Stimme dagegen) einen Grundsatzbeschluss über die Aufweitung der
Geh- und Radwegunterführung im Bahnhofsbereich zur PKW-fähigen
Unterführung. Die voraussichtliche Kostenbeteiligung wird zur Kenntnis
genommen.
Dieser
Grundsatzbeschluss wird ohne Entscheidungsdruck gefasst, 6 Monate vor
der nächsten Kommunalwahl.
Mehrere
Leserbriefe in der BZ kritisieren diesen Beschluss in der Sache und
wegen des Zeitpunkts, u. a. Joachim Pies, der spätere
SPD-Fraktionsvorsitzende.
In den
folgenden Jahren äußert sich insbesondere BM Guderjan wiederholt
Bürgerinnen und Bürgern gegenüber: Die Unterführung sei vom Gemeinderat
beschlossen und sie werde gebaut, falls die Antragstrasse der Bahn
verwirklicht wird.
Er erwähnt
nicht, dass der Gemeinderat erst noch Gelder für die Unterführung
bereitstellen muss,
Viele
Bürger, die die PKW-fähige Unterführung ablehnen, reagieren hilflos und
resignieren.
Ein Vorstoß
der neu gewählten SPD-Fraktion im Jahre 2007 das Thema Unterführung neu
zu beraten, wird von den anderen Fraktionen abgelehnt.
Die DB
Projektbau geht 2008 mit dem Plan einer autogerechten Unterführung in
die Planfeststellung. Aus den Plänen geht auch hervor, dass die beiden
Brücken nördlich und südlich von Kenzingen am alten Standort bleiben,
sie werden lediglich höher gebaut und damit den neuen Erfordernissen
angepasst.
In ihrem
Einwendungskatalog listet die Stadt all die kritischen Punkte zur
Unterführung auf, die die SPD vorbringt und verlangt Abhilfe von der DB
Projektbau.
Während des
Anhörungstermins sprechen sich mehrere Einwender ausdrücklich gegen
diese Unterführung aus, u. a. der Agenda-Arbeitskreis Stadtentwicklung.
Finanzierung
In einem
Interview mit der BZ am 13. Juni 2002 beschreibt BM Guderjan die
Unterführungsvarianten und ihre Kosten.
Geh- und
Radweg-Tunnel heute: 15m lang – 3,50m breit – 2,40 m hoch
Geh- und
Radweg-Tunnel neu: 40m lang – 6,00m breit – 2,70 m hoch (3,2 Mio €
bezahlt die DB)
PKW-fähiger
Tunnel: 40m lang – 9,80m breit – 2, ? m hoch (6,2
Mio €)
Mehrkosten
Anteil muss die Stadt bezahlen
mit P+R-Platz
sind 70% GVFG-Mittel möglich.
Restanteil
für die Stadt rund 900.000.-€
(Zum
Vergleich die Geh- und Radweg-Unterführung in Freiburg rechts neben dem
Bahnhofsgebäude: 40,20m lang – 5,20m breit – 2,45m
hoch)
In der
Verkehrsuntersuchung aus November 2003 von Krebs und Kiefer ist unter
-
Finanzierung zu lesen:
... Die
Anteile ergeben sich aus dem Eisenbahnskreuzungsgesetz....
...Gesamtkosten des tatsächlich ausgeführten Bauwerkes.
Entsprechend den Kostenschätzungen der DB AG, die u. E. für die Stadt
den ungünstigsten Fall darstellen, ergibt sich für die Stadt folgender
Kostenanteil:
Kostenanteil netto 2.665.731.-€
abzüglich
70% GvfG 1.859.011.-€
verbleibender Anteil 796.720.-€
zzgl.
Ablösebetrag 169.330.-€
Anteil
Stadt netto 966.050.-€
zzgl. 16%
Mwst. 154.568.-€
Anteil
Stadt brutto 1.120.618.-€
In der
Begründung der Beschlussvorlage von 18. Dezember 2003 ist zu lesen:
...Die
Kostenbeteiligung einer Aufweitung der Bahnhofsunterführung wurde mit
der DB-Projektbau und dem RP erörtert. Danach entfallen auf die Stadt im
Falle der Ausführung in den Jahren 2008-2010 Kosten in Höhe von
voraussichtlich 1,12 Mio € brutto, nachdem die Maßnahme mit GVFG-mitteln
gefördert wird....
-
Haushaltsrechtliche
Auswirkungen
Einstellen
der Mittel in die Finanzplanung der Jahre 2008 bis 2010.
Unsere
Position
Seit 2002
äußert sich der SPD-Vorstand wiederholt ablehnend zur PKW-fähigen
Unterführung.
Begründung:
Die
Stadtentwicklung wird nachhaltig negativ beeinflusst.
1. Die
Vorkehrungen eine verkehrsberuhigte Innenstadt zu schaffen
(u. a.
durch den Bau einer Umgehungsstraße) werden mit der PKW-fähigen
Unterführung konterkariert, denn es wird zusätzlicher Verkehr über die
sowieso schon stark frequentierte Eisenbahnstraße in die Innenstadt
hineingeführt.
2.
Historisch betrachtet verläuft die Durchgangsstraße in
Nord-Süd-Richtung, zusätzliches Verkehrsaufkommen in West-Ost-Richtung
wird den Verkehrsfluss
im
Kreuzungsbereich Hauptstraße – Eisenbahnstraße - Brotstraße
zu
Stoßzeiten noch zähflüssiger machen.
3. Das
einmalige denkmalgeschützte Stadtbild (Breisgauperle) wird unter dieser
Fehlentwicklung leiden, denn gerade dieses Stadtbild stellt für den
Tourismus eines der wesentlichen Entwicklungspotentiale der Stadt in der
Zukunft dar.
Erhebliche
Sicherheitsbedenken.
1. Für
ältere Menschen (Altersheim) und Kinder und Jugendliche auf dem Schulweg
stellt ein höheres Verkehrsaufkommen in der Eisenbahnstraße eine Gefahr
dar, insbesondere wenn man den Faktor Zeit in Rechnung stellt.
2.
Erhebliche Belästigung und Gefährdung der Bahnbenutzer durch steile
Zugänge zu den Bahnsteigen. Der einseitige Fußgängerweg zum „Freiburger
Gleis“ (westliches Gleis), wird die eilenden, stoßweise eintreffenden
Bahnbenutzer nicht fassen können.
3. Aufgrund
der örtlichen Gegebenheiten kann die Unterführung nur mit nahezu 90
Grad- Kurven an beiden Enden realisiert werden, dadurch entsteht eine
unübersichtliche Verkehrssituation mit einem hohen Gefahrenpotential.
Dies zeigt u. a. die jetzt schon bestehende Situation der Fußgänger- und
Radfahrerunterführung.
4.
Behinderte und Menschen mit Kinderwagen müssen, um die Rampe benutzen zu
können, kurz hinter einer uneinsichtigen Kurve die Straße kreuzen.
5. Um einen
behindertengerechten Zugang zum „Freiburger Gleis“ (westlichen Gleis)
schaffen zu können, muss der Bahnsteig in Richtung Offenburg auf 2m
verkleinert werden.
Mangel an
nachhaltigem Denken.
1. Aufgrund
der Enge des Terrains wird der Fahrradabstellplatz verkleinert, weiter
entfernt wohnende Bahnbenutzer werden auf das Auto umsteigen und so die
Situation im Bahnhofsbereich verschärfen.
2. Unverantwortliche Mittelbindung in Zeiten knapper Kassen. Es wird
Geld fehlen in sozialen Bereichen und in der übrigen Daseinsvorsorge.
Um die
Meinung der Bürgerinnen und Bürger kennen zu lernen, hat die SPD 2006
eine Umfrage durchgeführt.
Dabei haben
sich von knapp 1500 Befragten deutlich mehr als 1000 gegen eine
PKW-fähige Unterführung ausgesprochen. Interessant ist die Aufspaltung
nach Personengruppen.
Ältere
Menschen und junge Familien bzw. Frauen mit Kindern sehen sich durch
zusätzlichen Verkehr in ihrer Lebensqualität und in ihrer Sicherheit
beeinträchtigt. Der heute einigermaßen gefahrlose Zugang zu den
Sportplätzen und zu den Naherholungsgebieten wäre dann in Frage
gestellt. Insbesondere Männer im Alter zwischen 20 und 50 Jahren
befürworten die PKW-fähige Unterführung aus den unterschiedlichsten
Gründen.
(Reihenfolge der Argumente nach Häufigkeit: der Handel ist auf die
Unterführung angewiesen, die Unterführung fördert die Entwicklung der
Stadt, die Unterführung wertet das Industriegebiet auf, die Unterführung
bringt für mich Bequemlichkeit, die Unterführung entlastet die
Innenstadt, insbesondere die Breitenfeldstraße, aus ökologischen
Gründen, man spart längere Anfahrtswege)
Die SPD
sieht sich durch das eindeutige Votum der Bürgerinnen und Bürger
bestätigt in ihrer Forderung nach einem kostengünstigen und
menschengerechten Zugang zu den Bahnsteigen, der die körperliche
Unversehrtheit der Bahnbenutzer sicherstellt und der Belästigungen, wie
lange, umständliche Wege oder Abgase in einem 40m langen Tunnel, in
Grenzen hält.
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Das passt einigen in dieser
Republik nicht, sie wollen die Laufzeiten der Atomkraftwerke verlängern,
das bedeutet
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